Abgeschickt von Manfred am 12 April, 2000 um 10:45:00:
Antwort auf: Ein Täter von Manfred am 17 Maerz, 2000 um 09:50:39:
Ich möchte meinen Beitrag noch einmal ins Forum stellen, da es in der Form des ersten Postings schlecht lesbar ist:
Ich habe das Stalking auf der Täterseite erlebt. Die Gefühle sind nicht krimineller Art, sondern die gleichen wie bei einer Liebesbeziehung. Die Gefühle, die normalerweise bewirken, sich an jemanden binden zu können, sind in eine Sackgasse geraten, und werden auf eine Person projiziert, mit der der normale Umgang in einer Liebesbeziehung nicht möglich ist. Gefühle lassen sich nicht ausknipsen wie ein Licht- oder PC-Schalter.Dadurch wird jede andere neue Gefühlsorientierung verhindert. Das entfremdet den Stalker von seinen Mitmenschen und seinem Umfeld ist auch für ihn selbst tragisch. Die Mächtigkeit der Gefühle ist auch der Ratio kaum zugänglich. Hilfreich für den „Stalker“ ist es, sich Freunden und vertrauten Personen anzuvertrauen, denn das zwingt zur Mässigung oder zum Vermeiden eines unangemessenen Verhaltens. Da dann die Gefahr besteht, wenn man deren Rat nicht folgt, deren Zuneigung zu verlieren. Damit läßt sich schädigendes Vergalten steuern. Die Gefühle selbst lassen sich tragischerweise nicht abstellen. Eine zivilrechtliche Maßnahme gegen einen Stalker kann ihn teuer zu stehen kommen: s. Monatszeitschrift des Deutschen Rechts 2/97 S. 120) Ich habe das erleben müssen, dass das Zivilrecht tatsächlich einen starken Schutz bewirkt: Verfahrenskosten über 5000 DM, Ordnungstrafgelder in dieser Höhe, dazu Rufschädigungen im eigenen Umfeld des Stalkers. Weiteres teile ich gerne mit: Email [email protected]