Informationen und Hilfe für Stalking-Opfer

Stalking (engl.) meint das Anschleichen, Anpirschen an das Wild. Inzwischen steht der Begriff in angloamerikanischen Ländern, sowie in Belgien, Holland und Japan für das fortgesetzte Verfolgen, Belästigen und Terrorisieren eines Mitmenschen. Ob ehemaliger Partner, Arbeitskollegin, flüchtiger Bekannter oder gänzlich Fremder - die oftmals gnadenlose Hetze kann Monate, Jahre, manchmal ein Leben lang dauern. Stalking ist Psychoterror.

Woran erkennt man Stalking?

Vorübergehender Zorn oder Liebeskummer ist noch kein Stalking. Experten sprechen erst von Stalking, wenn die Verfolgung anhält und sich eher steigert als abnimmt. Zum Beispiel durch:
In Deutschland wurde die erste repräsentative Erhebung 2003 vom Zentralinstitut für seelische Gesundheit in Mannheim gemacht. Dabei gaben 11,6 Prozent der Befragten an, einmal in ihrem Leben Opfer eines Stalkers geworden zu sein. Die Mehrzahl der Opfer kannte den Täter. Häufig sind es Ex-Partner, die eine Trennung nicht akzeptieren oder flüchtige Bekannte, die sich eine Liebesbeziehung einbilden.

Stalking gilt in Amerika, England, Kanada, Australien und Belgien als Straftat. Es wird dort juristisch definiert als "vorsätzlich, mit böswilliger Absicht und wiederholt, eine andere Person zu verfolgen oder zu belästigen oder glaubwürdige Drohungen auszusprechen, die bei der anderen Person die begründete Angst wecken, dass ihr Leben oder das Leben von Familienmitgliedern, und/ oder die eigene körperliche Gesundheit und/oder die von Familienmitgliedern in Gefahr sei."

Stalking hat nichts mit Liebe zu tun.
Im Gegenteil: es geht um Aufmerksamkeit, Kontrolle und Macht.

Bei Fragen oder Informationen wenden Sie sich bitte an: info@liebeswahn.de