Abgeschickt von Tom Jerry am 28 Maerz, 2000 um 11:17:41
Mich würde interessieren, was einem zu einen Täter macht? Ist es schon allein das Gefühl, der Gedanke, der sich in irgendwann in die Realität verwandeln kann? Ich kannte eine Frau. Und ich habe alle für sie getan. Es ging ihr nicht besonders gut, als ich sie kennenlernte. Und so investierte ich alles umn es ihr gut gehen zu lassen. Ich invertierte Zeit, Geld und meine Nerven. Sie hat mich immer wie Dreck behandelt. Und eines Tages hat sie mir erzählt, daß sie mich nur verarscht. Fünf Minuten später erzählte sie mir aber, daß alles was sie gesagt hat, nur ein Test war. Irgendwie hatte ich aber das Gefühl, daß da mehr Wahrheit in ihren Aussagen liegt. Von da an wußte ich, daß sie mich belügt. Doch egal, was sie mir für dumme Ausreden präsentierte, ich glaubte ihr immer wieder. Ich wollte ihr eben galuben. Am Schluß, wo sie einigermaßen wieder mit sich und ihrem Leben klarkam, hat sie mich einfach fallen gelassen. Ich kam gar nicht mehr klar. Ich wollte sie anrufen und überprüfen und wollte endlich die WAhrheit herausfinden. EInes Tages, ich hatte schon aufgegeben, rief ich sie über ihr Handy an. Ich ließ es stundenlang klingeln. Bis sích ein Typ meldete und ins Telefon grunzte, det hat se verjessen. Da war für mich alles gelaufen. Ich rastete aus und beschimpfte sie, als dreckige Hure, weil sie mir immer wieder erzählt hatte, da wäre nichts.
Wir arbeiten in der gleichen Firma und sie hat mich sogar bei der Belegschaft angeschwärzt. Ich habe es erst erfahren kurz bevor ich dort aufhörte. Und da wurde mir auch klar, warum mich alle immer so komisch angeschaut hatten.
Ich habe jetzt keinen Kontakt mehr zu ihr, auf meinen eigenen Wunsch hin, weil ich wirklich dachte, ich müßte mich selbst einweisen lassen.
Dennoch denke ich den ganzen Tag an sie und will sie anrufen immer und immer wieder. Bin ich ein potentieller Täter?